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Allgemeines zum Thema Wasser

 

Wasser, elementar für alles Leben

Wasser regelt alle Funktionen des Organismus wie Stoffwechsel, Verdauung, Herz-Kreislauf-Funktion und vieles mehr. Es durchdringt jede Körperzelle und macht die „Kommunikation“ innerhalb des Körpers erst möglich. Ebenso wie das Blut dient Wasser dem Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu den Organen und deren Zellen sowie dem Abtransport von Abfallstoffen.

Eine dauerhaft geringe Wasserzufuhr kann zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und kritischen Gesundheitsschäden führen. Schon ein Flüssigkeitsverlust von drei Prozent führt zu ernsthaften Einschränkungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Dies zeigt, wie wichtig Wasser wirklich für uns ist.

Die Wasserqualität

Eine öffentliche Umfrage in Europa hat ergeben, dass viele Menschen unsicher sind, ob sie Leitungswasser konsumieren sollten. Über 40 Prozent der Europäer wünschen sich mehr aktuelle Informationen über die Trinkwasserqualität.

Die EU-Trinkwasserrichtlinie legt Mindestqualitätsstandards für Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinken, Kochen, andere häusliche Zwecke) fest, um uns vor Kontamination zu schützen.

"Fast drei Viertel der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt. Davon jedoch nur drei Prozent Süßwasser und lediglich 0,3 Prozent davon ist Trinkwasser." (Quelle: www.ikk-gesundplus.de)

Die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschriebenen maximalen Werte einzuhalten, endet an der Grundstücksgrenze. Von dort an ist der Eigentümer für sein Leitungswasser selbst verantwortlich. In vielen Fällen gelangen daher durch fehlerhafte oder veraltete Hausinstallationen, alte Armaturen oder Bakterienbefall gesundheitsgefährdende Stoffe in das Trinkwasser. Trinkwasserlabore berichten, dass im Schnitt jede sechste Wasserprobe aus Privathaushalten belastet ist.

Schwermetalle, giftige Stoffe, Bakterien – die Qualität unseres Leitungswassers kann innerhalb der eigenen Leitungen schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Die gesundheitlichen Folgen können von Darmerkrankungen über Atemwegserkrankungen bis hin zu langfristigen Beeinträchtigungen der frühkindlichen Entwicklung reichen. So kann beispielsweise das Schwermetall Blei insbesondere der Gesundheit und Entwicklung bei Kleinkindern und Babys erheblich schaden.

Veraltete Bleileitungen finden sich in vielen älteren Häusern, deren Trinkwassersystem noch nicht modernisiert wurde. Doch auch Kupfer, Nickel und andere gefährliche Stoffe finden sich im Leitungswasser vieler Haushalte. Dazu kommen Gefahren durch Erreger und Keime, die ernsthafte Erkrankungen, etwa der Atemwege durch Legionellen oder der Verdauungsorgane durch Kolibakterien, auslösen können.

Die Ursachen für diese Beschwerden werden meist viel zu spät oder gar nicht im eigenen Leitungswasser vermutet, sodass eine kontinuierliche Aufnahme der giftigen Stoffe oder Bakterien zu einem langfristigen Problem wird.

Quellen:
https://verbraucherschutz.de/deutsches-trinkwasser-ist-gesund-und-entspricht-hoechster-qualitaet-dennoch-ist-vorsicht-geboten/
https://muettermagazin.com/muettermagazin-deckt-auf-jede-6-wasserprobe-in-deutschland-enthaelt-schadstoffe/

Die Wasserverteilung im Körper

Pro Jahr trinkt ein Mensch ungefähr das Fünffache seines eigenen Körpergewichts. Bei der Geburt besteht der menschliche Körper zu 95 Prozent aus Wasser. Im Erwachsenenalter sinkt der Anteil jedoch auf knapp 70 Prozent, da mit zunehmendem Alter die Fähigkeit der Wasserspeicherung abnimmt. Jeden Tag scheidet der Körper zwei bis drei Liter davon aus. Deshalb ist es umso wichtiger, jeden Tag für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.

Durchschnittlicher Wassergehalt der Organe:

  • Haare: 10 Prozent
  • Knochen: 22 Prozent
  • Haut: 70 Prozent
  • Herz, Muskeln: 75 Prozent
  • Blut, Nieren, Gelenke: 83 Prozent
  • Lunge: 84 Prozent
  • Leber, Gehirn: 85 Prozent
  • Augen: 99 Prozent

Wassermangel und seine Folgen

Viele Menschen trinken regelmäßig zu wenig. Jede Körperzelle und auch der Zellenzwischenraum ist auf Wasser angewiesen. Wer ständig zu wenig trinkt, leidet an chronischem Wassermangel, was zu Gesundheitsstörungen führen kann. Der Körper kann mit zu wenig Wasser zunächst umgehen, langfristig wirkt es sich jedoch negativ aus. Die Blutgefäße können sich verengen, wodurch der Blutdruck erhöht wird.

  • Kopfschmerzen, Migräne, Müdigkeit und schlechte Konzentrationsfähigkeit können Anzeichen für einen Wassermangel im Gehirn und in den Augen sein.
  • Ein Flüssigkeitsmangel von gerade mal zehn Prozent kann das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erhöhen.
  • Kann die Leber, bedingt durch Flüssigkeitsmangel, nicht mehr richtig arbeiten, kommt es zu einer „Rückvergiftung“ des Körpers.
  • Wenn die Nieren nicht mehr funktionieren, sammeln sich schädliche Stoffe, die den Körper vergiften können.
  • Ohne ausreichend Flüssigkeit werden die Muskelkraft sowie die Kontrolle über die Muskulatur beeinträchtigt. Es kommt zum Beispiel zu Muskelkrämpfen.
  • Wer zu wenig trinkt, erhöht das Risiko für Knorpelschäden und Arthrose.
  • Bei Flüssigkeitsmangel holt der Körper das Wasser auch aus unserem Skelett. Die Folgen davon können Osteoporose und brüchige Knochen sein.
  • Viel trinken kann Cellulite und Krampfadern verhindern.
  • Sodbrennen kann eine Folge von Wassermangel im Magen-Darm-Trakt sein.
  • Rheumatische Arthritis zeigt mitunter Wassermangel in den schmerzenden Gelenken auf.
  • Hohe Cholesterinwerte lassen auf einen allgemeinen Wassermangel im Körper schließen, denn Cholesterin wird gebildet, um die Zellen vor einem Wasserverlust zu schützen.
  • Wassermangel kann zu einer Übersäuerung des Körpers führen, was die DNA-Struktur angreift. (In einigen Publikationen wird das als Basis für Krebsleiden beschrieben.)



Zusätzlich kann Wasser den Organismus entgiften. Alkohol und Nikotin beispielsweise sind Substanzen, die der Körper neutralisieren muss. Wasser schützt unsere Schleimhäute vor dem Austrocknen. Viren und Bakterien können so besser abgewehrt werden, was uns vor Infektionskrankheiten schützt.

Wer ausreichend Wasser trinkt, kann viele Krankheiten lindern beziehungsweise dafür sorgen, dass sie gar nicht erst auftreten!

 

Tags: Wasser
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