Wie kann ich meinen Körper entgiften?

 

Den eigenen Körper zu entgiften liegt derzeit voll im Trend. Die Methode trägt viele Namen, unter anderem „entschlacken“, „detoxen“ oder auch „heilfasten“. All diese Begriffe beschreiben den gleichen Prozess: Den eigenen Körper von Giftstoffen zu befreien und ihn in gewisser Weise von innen zu reinigen.

Der menschliche Körper verfügt eigentlich über ein hervorragendes Selbstreinigungssystem. Doch Medikamente, Umweltgifte und Schadstoffe aus der Nahrung sind nur einige Faktoren, die das System schädigen können. Spezielle Entgiftungs- oder Entschlackungskuren können dabei helfen, die schädlichen Stoffe aus unserem Körper zu entfernen.

 

So funktioniert das Selbstreinigungssystem des Körpers

  • Die Nieren filtern das Blut und sortieren dabei schädliche Gifte und überschüssige Materialien aus.
  • Die Leber speichert Zucker, Eisen und Vitamine und leitet sie an die Zellen weiter.
  • Der Darm verarbeitet unsere Nahrung und fängt einen Großteil an Bakterien und Krankheitserregern ab.
  • Nase und Rachen fangen gröbere Luftverschmutzungen ab und befördern sie durch Husten oder Niesen wieder aus dem Körper heraus.
  • Die Lymphflüssigkeit transportiert Schadstoffe aus den Zellen ab und liefert neues, „frisches“ Zellwasser an.

 

Einfache Alltagstipps für die Entschlackung

Es gibt ein paar einfache Regeln, die jeder von uns ohne Anstrengung in seinen Alltagsplan integrieren kann, um den Körper zu entschlacken und von Vorneherein weniger Umweltgifte aufzunehmen:

  • Ernährung: Sie essen gerne Schokoflocken zum Frühstück? Auch andere Snacks sind im Verlauf des Tages nicht unüblich? Führen Sie einige Tage ein einfaches Ernährungstagebuch und markieren Sie alle Lebensmittel, die Sie zwar essen, die Ihnen aber nicht gut tun. Anschließend können Sie überlegen, welche gesunden Alternativen es gibt.

  • Bewegung: Die letzten vier Wochen war einmal mehr nichts los in Sachen Sport und Bewegung? Dann wäre heute ein guter Zeitpunkt, um anzufangen. Bereits wenige Minuten am Tag können einen enormen Unterschied machen. Überlegen Sie, welche Sportarten Sie früher gerne gemacht haben. Oder schnappen Sie sich eine Freundin oder einen Freund und machen Sie eine kleine Radtour in der Region.

  • Schlaf: Haben Sie in letzter Zeit ausreichend geschlafen? Schlafmangel kann ein Grund für ständige Abgeschlagenheit sein. Schreiben Sie sich feste Schlafzeiten vor, um auf die von Experten geforderten 8 Stunden am Tag zu kommen.

 

Eine Trinkkur kann beim Entgiften helfen

Eine Methode, mit der viele Menschen in den letzten Jahren, ihren Körper entschlacken, ist eine einwöchige Trinkkur. Fast jeder von uns nimmt jeden einzelnen Tag zu wenig Flüssigkeit zu sich, ohne es zu merken. Bei einer Trinkkur nehmen Sie bis zu 4 Liter Flüssigkeit pro Tag auf – eine exzellente Ausgangsbasis für jeden, der seinen Körper reinigen will.

Vor allem am Vormittag ist es wichtig, dass Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Das liegt daran, dass nachts die Regeneration des Körpers auf Hochtouren läuft. Entsprechend hoch ist die Konzentration an Stoffwechselgiften am Vormittag. Deshalb braucht der Körper schnell wieder Flüssigkeit, um diese Stoffe abtransportieren zu können.

So geht eine Trinkkur:

  • Morgens direkt nach dem Aufstehen und noch vor dem Frühstück 0,3 Liter Wasser, am besten lauwarm, trinken.
  • Zum Frühstück entweder einen entkoffeinierten Kaffee oder einen Tee trinken. Wer auf Kaffee nicht komplett verzichten kann, sollte sich während der Trinkkur auf eine Tasse pro Tag beschränken.
  • Bis zum Mittagessen oder frühen Nachmittag jede Stunde knapp 0,3 Liter Wasser trinken.
  • Ab 14 oder 15 Uhr können Sie „normaler“ trinken, sollten aber immer noch darauf achten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
  • Vor dem Schlafengehen ist ein Glas lauwarmes Wasser optimal, um die tägliche Trinkkur abzuschließen.
  • Während der Trinkkur können Sie wie gewohnt weiter essen. Ausschlaggebend ist hierbei die erhöhte Aufnahme von Flüssigkeit.

 

So funktioniert Heilfasten

Eine weitere Möglichkeit seinen Körper zu entgiften ist die Durchführung des Heilfastens. In einem begrenzten Zeitraum, der von 5 Tagen bis zu 5 Wochen dauern kann, wird komplett auf Nahrungs- und Genussmittel verzichtet. In dieser Zeit nimmt der Fastende keine feste Nahrung zu sich. Es wird auf Kaffee, schwarzen Tee, Nikotin und Alkohol verzichtet und mindestens 2,5 Liter stilles Wasser zu sich genommen.

Tipp: Auch das Saftfasten ist eine gute Möglichkeit zu entschlacken und hat den Vorteil, dass dem Körper wertvolle Vitamine zugeführt werden und man keinen kompletten Nahrungsverzicht durchhalten muss.

 

3 weitere Tipps, um den Körper von innen zu reinigen

  1. Ölziehen nach ayurvedischem Vorbild: Das Ölziehen ist eine uralte, ayurvedische Methode, um Gifte und schädliche Mikroorganismen loszuwerden, die über den Mundraum in dem Verdauungstrakt gelangen. Es kann jeder selbst ausprobieren: Nehmen Sie einen Esslöffel pflanzliches Öl in den Mund und spülen Sie damit einige Minuten (im besten Fall 20 Minuten). Dabei ziehen Sie das Öl durch die Zähne oder „kauen“ darauf herum. Es sollte sich um natives, kaltgepresstes Öl wie Olivenöl, Leinöl oder Kokosöl handeln, das auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Aufgrund der entstehenden Schadstoffe, spucken Sie das Öl bitte nicht in Waschbecken oder Toilette, sondern in den Abfalleimer. Anschließend den Mund mit lauwarmen Wasser spülen, um die restlichen Schadstoffe nicht mit hinunter zu schlucken!

  2. Weniger Alkohol trinken: Alkohol und Nikotin zählen für den Körper zu den größten Schadstoffen. Nikotin schadet nicht nur der Lunge, sondern hat Langzeitwirkungen auf Herz und Haut. Alkohol muss die Leber abbauen, was deren Zellstruktur schädigt. Deswegen ist es wichtig, diese Schadstoffe zu vermeiden, um den Körper zu entschlacken.

  3. Gifte ausschwitzen: Die wohl entspannteste Methode, den Körper zu entgiften, ist die Sauna. Sie reduziert nicht nur Stress, sondern regt auch den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Die Hitze wirkt zudem entgiftend auf die Haut, die Flüssigkeit verliert und darüber Schadstoffe ausgibt. Die höhere Durchblutung des Körpers beim Saunieren hilft beim Abtransport der Giftstoffe ebenfalls. Für diejenigen, die es weniger ruhig mögen, ist auch schweißtreibender Sport eine hervorragende Alternative, um Giftstoffe auszuschwitzen. Vergessen Sie aber nicht, ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

 

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