Was hilft gegen Hausstaubmilben?

 

Hausstaubmilben sind an sich komplett harmlos. Sie übertragen keine Krankheiten, noch schaden sie uns Menschen in irgendeiner anderen Art. Das Problem der Tierchen ist: Ihr Kot. Dieser ist einer der bedeutendsten Allergene in Innenräumen. Nach neuesten Forschungsergebnissen leiden mehr als 4,5 Millionen Deutsche an einer Hausstauballergie.

Hausstaubmilben, auch Dermatophagoides genannt, gehören zur Gattung der Spinnentiere. Es gibt von ihnen mehr als 150 Arten weltweit. Ihr Fachwort steht für den wenig schmeichelhaften Namen „Hautfresser“, da sich die Milben mit Vorliebe von menschlichen Hautzellen ernähren. Sie sind zwischen 0,1 und 0,5 Millimetern groß und lassen sich mit bloßem Auge nicht erkennen.

 

Wo halten sich Hausstaubmilben auf?

Das Bett ist der ideale Lebensraum für Hausstaubmilben. Sie bevölkern gerne Kopfkissen, Matratzen oder Bettdecken. Das liegt an den Umgebungsbedingungen im Bett: Es ist meistens warm, die Luftfeuchtigkeit stimmt und auch wir Menschen helfen mit, indem wir im Schlaf über Schweiß und die Atemluft bis zu einen halben Liter Wasser abgeben. Das führt zu einer Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent und Temperaturen von 25 bis 30 Grad Celsius – ein wahres Schlaraffenland für Hausstaubmilben.

Neben diesen idealen Bedingungen liefern wir Milben auch noch ihre Lieblingsspeise – Hautschuppen. Circa 1,5 Gramm Hautschuppen verliert ein Erwachsener jeden einzelnen Tag. Alleine das kann eine Vielzahl an Milben ernähren. Umso wichtiger ist es für Allergiker, die Belastung durch Hausstaubmilben so gering wie möglich zu halten.

Hinweis: Wer sich dafür interessiert, findet auf YouTube zahlreiche Videos, die Milben beim Krabbeln zeigen.

 

Der Milbenkot als Auslöser

Die Hausstaubmilbe an sich löst aber noch gar keine allergische Reaktion aus. Es sind stattdessen die Eiweiß-Bestandteile im Kot der Milben, die bei uns Menschen rote Augen und eine laufende Nase hervorrufen können. Eine einzelne Milbe produziert jeden Tag bis zu 20 Kotkügelchen. Damit hinterlässt sie im Laufe ihres kurzen Lebens das 200-fache ihres Körpergewichts an Exkrementen.

Nach Blütenpollen ist Milbenkot mittlerweile der zweithäufigste Auslöser von allergischen Reaktionen. Wenn der Kot trocknet, zerfällt er in kleinste Staubpartikel, die durch die Atemluft wirbeln. Wenn wir diese einatmen, kann es zu typischen allergischen Reaktionen kommen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Gerötete Augen
  • Verstopfte Nase
  • Hust- und Niesreiz

 

Das Erschreckende: Schon ein Gramm Hausstaub kann mehr als 250.000 Kotkügelchen enthalten. Richtig abtöten lassen sich die Milben und ihre Exkremente in der Bettwäsche, den Kissen oder Stofftieren nur, indem ...

  • diese in der Waschmaschine für eine Stunde bei 60 Grad Celsius gewaschen werden.
  • sie für mindestens 24 Stunden in die Kühltruhe kommen.

 

Milben kennen keine Jahreszeiten

Die Hochsaison an Milben ist von Mai bis Oktober. Das liegt daran, dass in den wärmeren Monaten die Paarungszeit der Milben ist. Weibchen von Hausstaubmilben legen in nur einem Monat zwischen 30 und 80 Eier. Daraus folgt, dass sich in einem Bett über einen Sommer bei mangelnder Hygiene bis zu 10 Millionen (!) Milben ansammeln können. Erst, wenn die Heizperiode im Oktober oder November beginnt, stirbt ein Teil der Milben ab.

Das Problem: Es erwischt längst nicht alle Milben. Der überlebende Teil pflanzt sich selbst unter suboptimalen Bedingungen fort. Es ist für Allergiker eine besonders stressvolle Zeit, wenn die Belastung im Herbst ansteigt. Das liegt daran, dass der Kot und die toten Milben zu Staub zerfallen und sich bei jeder Bewegung und jedem Luftzug in der Wohnung verteilen.

 

Tipps gegen Hausstaubmilben

Unbehandelt kann eine Allergie gegen Hausstaubmilben zu chronischen Beschwerden wie Asthma führen. Wie Sie gegen Milben in den eigenen vier Wänden richtig vorgehen, zeigen wir Ihnen an dieser Stelle:

  • Staub wischen: Das wirksamste Hausmittel gegen Milben ist Putzen. Da sich die Spinnentiere bevorzugt in staubigem Milieu aufhalten, sollten Allergiker ihre Böden und Möbelstücke mindestens alle drei Tage mit einem feuchten Tuch abwischen. So lässt sich den Milben ihre Nahrungsquelle nehmen.

  • Teppiche sauber halten: Teppiche sollten Sie einmal im Monat auslüften. Hängen Sie diese am besten auf dem Balkon auf und klopfen Sie sie mit einem Teppichklopfer gründlich aus. Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie zumindest morgens gut durchlüften und die Teppiche regelmäßig absaugen.

  • Luftfeuchtigkeit reduzieren: Messen Sie mit einem Feuchtigkeitsmesser die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung. Beträgt Sie mehr als 55 Prozent, sollten Sie handeln – auch, um Schimmel vorzubeugen. Die Luftfeuchtigkeit können Sie senken, indem Sie Topfpflanzen entfernen, zweimal am Tag stoßlüften oder beim Kochen die Dunstabzugshaube einschalten.

  • Teebaumöl als Hausmittel: Ätherisches Teebaumöl lässt sich zu einem Allzweckmittel gegen Milben umwandeln. Befüllen Sie dafür eine leere Sprühdose mit Wasser und geben Sie circa 30 Milliliter Teebaumöl hinein. Schütteln Sie das Gemisch gut durch und verteilen Sie es anschließend auf alle Textilien in der Wohnung.

  • Milbensprays nutzen: Behandeln Sie Ihre Teppiche und Matratzen mit vergrämenden Milbensprays. Diese sorgen dafür, dass den Milben Ihre Hautschuppen nicht mehr schmecken und sie verhungern.

  • Solevernebler aufstellen: Sie sollten ihre Wohnung gut lüften und für ein nicht zu trockenes aber auch nicht zu feuchtes Raumklima sorgen. Mit dem airBalance-Sole Vernebler von Elements4Life holen Sie sich ein praktisches Raumklimasystem mit Meeresklima ins Büro oder Schlafzimmer, welches zudem einen positiven Effekt auf Ihre Lunge und Atemwege hat.

 

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