Müdigkeit

Warum werden wir müde?

Oft sind wir tagsüber müde, weil wir nachts zu wenig oder nicht gut genug Schlaf bekommen. Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden, schlafen unruhig und werden öfters wach.

Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen. Dabei ist der Schlaf eine unverzichtbare Funktion für die Gesundheit und Entwicklung des Menschen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Bio-Rhythmus. Man unterscheidet zwischen Frühaufstehern und Langschläfern.

Nachts verarbeitet unser Gehirn die Eindrücke des Tages. Wichtige Informationen werden einsortiert und überflüssige Gedanken aussortiert. Gelerntes wird verankert, damit es am nächsten Tag besser abrufbar ist. Deshalb erinnern wir uns auch am besten an Inhalte, die wir uns kurz vor dem Einschlafen eingeprägt haben. Diese Selektion an Daten ist erst im Schlaf möglich, wenn wir von den Eindrücken und Reizen der Außenwelt abgekoppelt sind.

Aber auch unser Stoffwechsel wird nachts wieder in Rhythmus gebracht und es werden besonders viele Wachstumshormone ausgeschüttet. Zweiteres kommt auch der Wundheilung zugute, deshalb regenerieren wir im Schlaf schneller als tagsüber.

Müde, lust- und antriebslos werden wir aber auch, wenn uns tagsüber Stimuli fehlen. Das heißt Dinge oder Aufgaben die uns herausfordern. Abends hingegen ist man plötzlich wieder fit, weil man Dinge macht, die einen motivieren. Man baut Anspannung auf.

Fehlt unserem Körper Eisen oder wichtige Vitamine, kann das auch zu Müdigkeit führen. Da aber Müdigkeit auch als Begleitsystem auftreten kann, sollte man Schlafapnoe, Infektions- und Stoffwechselkrankheiten nicht völlig ausschließen.

Was kann man dagegen tun?

Ausreichend trinken (im Idealfall 40 Milligramm Wasser pro Kilogramm Körpergewicht) und vitaminreich ernähren. Bereits vor dem Schlafengehen ein Glas Wasser neben das Bett stellen und gleich morgens nach dem Aufstehen trinken. Abends sollte man keine schweren Mahlzeiten mehr zu sich nehmen, da Verdauungsbeschwerden den Schlaf erheblich beeinträchtigen können.

Morgens abwechselnd heiß und kalt duschen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Oder sogar Zeit einplanen für etwas Frühsport am Morgen, z.B. Joggen an der frischen Luft.

Auf seinen biologischen Rhythmus hören. Wenn man Langschläfer ist und abends effektiver arbeiten kann, sollte man je nach Möglichkeit beim Arbeitgeber seine Arbeitszeit dahingehend verlagern. Frühaufsteher können hingegen frühmorgens in die Arbeit starten, wo sie am leistungsstärksten sind. Für zwei Drittel der Deutschen beginnen Arbeit und Schule zu früh.

Nachts ausreichend Schlaf tanken. In Deutschland haben ca. 80 Prozent der Menschen ein Schlafbedürfnis zwischen 6 und 8 Stunden, manche jedoch auch mehr.

Was passiert bei Müdigkeit oder zu wenig Schlaf?

Haben wir zu wenig Schlaf, können wir uns nicht konzentrieren, sind antriebslos, leicht reizbar, frieren und fühlen uns generell unwohl. Bei chronischer Müdigkeit kann das sogar zu einer zunehmenden Schmerzempfindlichkeit sowie brennenden Augen führen.

Langschläfer, die nicht genug Schlaf bekommen, weil sie z.B. früh in der Arbeit sein müssen, neigen eher zu Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie psychischen Beschwerden. Unser Immunsystem schüttet nachts besonders viele immunaktive Stoffe aus und stärkt somit unsere Abwehrkräfte.

Wenn wir nicht ausreichend Schlaf bekommen und unsere Psyche keine Möglichkeit hat sich zu erholen, neigen wir häufiger zu Depressionen.

Vor allem wenn wir krank sind schlafen wir mehr, da unser Körper uns in eine Lage versetzen möchte, in welcher das Immunsystem besonders gut arbeiten kann.

Quellen

 

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